Cortona in der Toskana: Etruskerstadt mit spektakulärem Panoramablick

Cortona liegt auf 500 m Höhe an der Grenze zu Umbrien an einem Hang des Gebirgszugs, der das Chiana- vom Tibertal trennt. Das Eindrucksvollste, das diese alte Etruskerstadt bietet, ist ihr unbegrenzter Blick auf das fruchtbare Chianatal. Diesen können Sie am besten von der ehemaligen Medici-Festung aus genießen.

Der Panoramablick reicht im Westen bis nach Sinalunga und Monte San Savino (beide Städtchen sehr sehenswert), im Südwesten bis zum Monte Amiata – einem erloschenen Vulkan und gleichzeitig der höchsten Erhebung der südlichen Toskana – und südlich bis zum nahegelegenen Trasimenischen See, der bereits in der angrenzenden Region Umbrien liegt.

Die Geschichte von Cortona: Von den Etruskern bis zur Renaissance

Im 7. Jahrhundert v. Chr. – in einem ursprünglich umbrisch besiedelten Gebiet gegründet – zählte Cortona zu den bedeutendsten Zentren des etruskischen Stammlandes (ohne jedoch, wahrscheinlich wie auch Fiesole bei Florenz, dem berühmten 12-Städte-Bündnis anzugehören). Von der etruskischen Blütezeit zeugen bis heute die Fundstücke des Archäologischen Museums, die gut erhaltene Stadtmauer aus dem 4. Jahrhundert mit einer Länge von 2.600 Metern sowie die antiken Gräber in der Umgebung. Im Jahre 1538 wurde Cortona schließlich dem Herzogtum Toskana eingegliedert.

Piazza della Repubblica: Das pulsierende Herz der Altstadt

Zentrum des Städtchens ist die malerische Piazza della Repubblica, zugleich idealer Ausgangspunkt für die Besichtigungsgänge durch die historischen Gassen, die immer wieder zu dieser zentralen Piazza zurückführen. Neben dem weitgehend gut erhaltenen mittelalterlichen Ortsbild und dem einmaligen Panoramablick über das Chianatal sind vor allem zwei bedeutende Museen die Hauptattraktion des Ortes.

Die Kunst- und Kultur-Highlights von Cortona

Bei Ihrem Rundgang durch Cortona sollten Sie diese beiden renommierten Museen keinesfalls verpassen:

  • Museo dell’Accademia Etrusca: Ein bereits 1727 gegründetes Institut, zu dessen Mitgliedern einst so illustre Persönlichkeiten der Weltgeschichte wie Montesquieu und Voltaire zählten. Das der Akademie angeschlossene Museum beherbergt eine herausragende etruskische Sammlung, die bis in die Gegenwart durch Funde aus der Umgebung Cortonas erweitert wird.
  • Diözesanmuseum (Museo Diocesano): Die Kunstsammlung der Diözese Cortona birgt bedeutende Meisterwerke der Renaissance und Sakralkunst, unter anderem von Pietro Lorenzetti, Fra Angelico und dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem Maler Luca Signorelli.

Tipps für Ihren Besuch in Cortona

Flanieren Sie nach dem Museumsbesuch gemütlich über die Piazza, genießen Sie einen Espresso in einem der kleinen Cafés und lassen Sie die historische Atmosphäre dieser faszinierenden Hügelstadt auf sich wirken.