Pisa liegt in der zentralen Toskana direkt am Arno, nahe dessen Mündung in das Tyrrhenische Meer. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Pisa als Republik Pisa ein Stadtstaat und eine der Seerepubliken. Heute ist die Stadt mit ca. 92.000 Einwohnern Hauptstadt der Provinz Pisa.

Wahrzeichen ist der als Schiefe Turm von Pisa bekannte Campanile des Doms auf der Piazza dei Miracoli zusammen mit dem Baptisterium.
Das echte Pisa jedoch beginnt nur wenige hundert Schritte vom Campanile entfernt. Hier schlendern Sie durch die typischen, verwinkelten Gassen, die sich zwischen den im berühmten Pisaner Gelb gestrichenen Häusern winden durch die historischen Viertel San Martino, Santa Maria, San Francesco und Sant’Antonio.
Mittelpunkt ist die zentrale Brücke über den Arno, die Ponte di Mezzo.

Entlang der Arnopromenade findet jedes Jahr am 16. Juni das eindrucksvolle Lichterfest Luminara zu Ehren des Schutzpatrons San Ranieri statt. Zu Beginn der Abenddämmerung werden die Stadtpaläste und Häuser entlang des Arnoufers mit Tausenden von Kerzen beleuchtet, kleine „barchette“ transportieren das Licht auf dem Arno durch die Dunkelheit, Musik durchdringt die Nacht und ein Feuerwerk stellt den abschließenden Höhepunkt dar. Die ganze Stadt ist auf den Beinen – ein Fest, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Nach einer Stadtbesichtigung lohnt es sich, auch die Umgebung von Pisa zu erkunden. Die umliegenden Hügel von Pisa bieten viele Möglichkeiten für Weintouren und kulturelle Ausflüge.
Die „Strada del Vino“ (Weinstrasse) der Pisaner Hügel verläuft entlang vieler kleiner Dörfer und Städtchen. Sie beginnt in San Miniato, bekannt auch für den Trüffel im November und geht weiter über Palaia, La Rotta, Peccioli, Lajatico (bekannt für das „Teatro del Silenzio“ von Andrea Boccelli), Terricciola, Lari, Crespina, Fauglia, Lorenzana, Casciana Terme und Chianni.
Erkundenswert ist auch die „Strada dell’Olio“ (Ölstrasse), die die Pisaner Berge durchkreuzt. Hier können Sie Orte kennenlernen, in denen alte Traditionen des Kunsthandwerks, mittelalterliche Kostüme und natürlich die traditionellen lokale Küche noch lebendig sind.

Zu empfehlen ist auch ein Besuch in der „kleinsten Nudelfabrik der Welt“ der Gebrüder Martelli – pastificio Martelli, in der die Nudeln noch auf handwerkliche Art hergestellt werden.

Nach Nordosten hin Richtung Lucca wird die Provinz Pisa durch die Monti Pisani getrennt. Dieser nicht sehr hohe Bergzug bietet z.T. Steilhänge, sanfte Hügel mit Kastanienbäumen und Pinien und Täler mit Bächen, Olivenhainen und Weinreben. Über die Landstraße entlang der Pisaner Berge erreichen Sie kleine alte Dörfer wie Buti, Vicopisano oder Calci, bei denen Sie auch Schlösser, Klöster und Kirchen besichtigen können

Traditionelle Veranstaltungen wie der Palio von Sant’Antionio in Buti, wie auch das mittelalterliche Fest Festa Mediovale in Vicopisano laden dazu ein, auch Kultur und Folklore näher kennenzulernen. In Calci finden Sie eines der größten Klöster der Toskana La Certosa“, umgeben von einer breiten Ringmauer.

Für entspannende Strandtage empfehlen wir die Küstenorte Marina di Vecchiano mit seinem breiten naturbelassenen Dünensandstränden oder auch Marina di Pisa mit seinen Strandbädern.